Dein Sportverein im Norden von Frankfurt

Berichte zum Projektfortgang

Bericht 8 / 30.05.2017 - Offizieller Spatenstich

Heute fand der offizielle Spatenstich für den neuen Kunstrasenplatz auf der Sportanlage „Insel“ statt. Es war mir eine Freude über 100 Erwachsene und Kinder zählen zu dürfen und das trotz des unbeständigen Wetters. Um Punkt 17.00 Uhr, als ich unseren Stadtdezernenten Markus Frank und seinen Büroleiter Gerwin Fassing begrüßen durfte, fing es kräftig an zu regnen. Eine gute Gelegenheit, erst einmal einen Schoppen Äppelwoi im Vereinsheim und unter der Überdachung zu sich zu nehmen und die Herren Marcus Benthien und Bernd Breideband vom Sportamt, Frau König vom Hochbauamt, den Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung Günther Quirin und Taylan Burcu, unseren neuen und alten Ortsvorsteher Yannick Schwander und Dr. Matthias Mehl, dem vollständig erschienen Ortsbeirat von Nieder-Erlenbach, viele Vorstandsmitglieder der TSG sowie viele TSG-ler, Freunde und Förderer willkommen zu heißen.

  

Gegen 17.20 Uhr hörte der Regen auf, die Sonne kam aus den Wolken hervor und ich konnte mitten auf der Baustelle alle Gäste und Anwesenden nochmals offiziell zum heutigen Spatenstich begrüßen. Ich ging kurz darauf ein, wie wichtig es uns war, in die Planung des KRP eingebunden zu werden und selbst zwischen den seinerzeit vorgestellten Varianten (= a) KRP auf dem Hartplatz und Erhalt des Naturrasenplatzes oder b) KRP mit 400m-Tatanbahn auf der Naturrasenanlage) entscheiden zu dürfen.

Herr Frank ging in seiner anschließenden Rede auf die Historie von den ersten Gesprächen, dem umfangreichen Schriftverkehr, die verschiedenen persönlichen Gespräche und die Planungsphase ein, an der vielen Menschen mitgewirkt haben. Rd. €1,6 Mio. werden jetzt investiert, um einen KRP mit neuer Lichtanlage und Minispielfeldern zu errichten, die der TSG optimale, ganzjährige  Trainingsmöglichkeiten bieten werden. Er verwies auf die Vorreiterrolle der Stadt Frankfurt mit mittlerweile 39 Kunstrasenplätzen und weiteren Anlagen in der Planung. Er bedankte sich für das Engagement aller Beteiligten sowohl seitens des Ortsbeirats, als auch der TSG.

Danach kam auch unserer Ortsvorsteher Yannick Schwander zu Wort, der ein Trikot der TSG-Fußballmannschaft aus den 60er Jahren trug. Er sprach von einem „historischen Tag“ für die TSG und ganz Nieder-Erlenbach und jeder, der die vielen Gespräche und Diskussionen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte mitbekommen hat, pflichtete im innerlich zu. Nur die Turnhalle würde jetzt noch fehlen, aber eins nach dem anderen....... ☺    

Das obligatorische Pressfoto beim Spatenstich durfte natürlich nicht fehlen. Eingerahmt von den jüngsten Fußballern in ihren TSG-Trikots nahmen die Herren Frank, Schwander, Dr. Mehl, Quirin und Burcu, zusammen mit unserem 2. Abteilungsleiter Fußball, Karl-Heinz Buhl und unserem Abteilungsleiter Jugendfußball, Steffen Grillmayer, die Spaten zum Spatenstich in die Hände.     

Bei Weck, Worscht, Salat und Äppelwoi haben wir dann den Tag im und vor dem Vereinsheim ausklingen lassen. In diesem Zusammenhang auch ein herzliches Dankeschön an die Helfer und Helferinnen unter der Leitung von Irene Pfeiffer und Marianne Lenz, die uns mit Getränken und Essen versorgt haben. Und erst als die große Runde sich aufzulösen begann, setzte der Regen wieder ein.

Unser TSG-Kamera-Mann Markus Kalb hat viele Bilder von der heutigen, rundum gelungenen Veranstaltung gemacht, die sich jeder gerne auf unserer Homepage anschauen kann.  

Ich persönlich bin nun gespannt, wie die weiteren Baumaßnahmen verlaufen, wie schnell wir weitere Fortschritte auf der Baustelle sehen und ob der Zeitrahmen bis zum 06.10.2017 (= 180 Tage beginnend vom 10.04.2017) eingehalten oder sogar unterschritten wird.

Ich werde weiter berichten und zusammen mit Markus Kalb regelmäßig Bilder vom Umbau auf unsere Homepage stellen. Und falls jemand Fragen rd. um den KRP hat, der möge sich unter vorstand@tsg1888.de jederzeit gerne melden.

Wir sehen uns hoffentlich spätestens zur offiziellen Einweihungsfeier!

Mit freundlichen & sportlichen Grüßen

Ihr/Euer Vorsitzender 

Christoph Kratzer

Bericht 7 / 29.05.2017 - Kanalarbeiten

Überschwemmungen des Hartplatzes in den vergangenen Jahren/Jahrzehnten wurden häufig auch auf den Kanal geschoben, der entweder verstopft oder zu klein war. Trotz Höherlegung des Platzes hat das Hochbauamt entschieden, den bestehenden Kanal zu erneuern. Damit soll vermieden werden, dass ein defektes Rohr ausgetauscht werden muss, wenn der Kunstrasenplatz fertig ist. Deshalb wurde das alte Steinzeugrohr entfernt und durch ein neues Betonrohr von insgesamt 95m Länge ersetzt:

Rohre aus Beton sind angabegemäß wesentlich stabiler und daher sollte das neue 500er-Rohr ausreichend sein, große Mengen Wasser schnell und problemlos in den Erlenbach zu leiten. Die Kombination aus Höhelegung und neuem Kanalrohr wird - davon gehen wir fest aus- sicherstellen, dass der KRP 365 Tage im Jahr bespielbar sein und bleiben wird. 

Vielen Dank an Frau Wencke König, die ab dem 10.04.2017 die zweiwöchigen Kanalarbeiten seitens des Hochbauamts der Stadt Frankfurt koordiniert und geleitet hat.

Mit freundlichen & sportlichen Grüßen

Euer Vorsitzender 

Christoph Kratzer

Bericht 6 / 24.04.2017 - Das Granulat unseres Kunstrasenplatzes

Bereits vor einigen Wochen, als der Termin für den Baubeginn des Kunstrasenplatzes sich langsam in unserem Stadtteil verbreitete, sprachen mich mehrere Eltern auf mögliche Gesundheitsgefahren des Granulats von Kunstrasenplätzen an. Aufgeschreckt wurden sie durch einen Bericht in der Hessenschau mit der Überschrift „Krebsgefahr auf Kunstrasen?“, in dem es u.a. um das Thema „Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe“ und den damit verbundenen Gefahren ging. Dort hieß es u.a.:

"Als unbedenklich gelten Kunstrasenplätze, die entweder ohne Granulat auskommen oder grünes Granulat verwenden. Das besteht aus neu hergestelltem Gummi und hat eine schützende Farbschicht. Als bedenklich gelten Plätze, auf denen schwarzes Granulat liegt. Es wird aus alten Autoreifen hergestellt und enthält Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Seit 27.12.2015 gibt es eine EU-Richtlinie (REACH-Verordnung), die Grenzwerte für acht dieser PAK festgelegt hat (1 mg/kg). Sie gilt allerdings nur für neu hergestelltes Material."

Den vollständigen Artikel findet man unter: http://hessenschau.de/sport/mehr-sport/defacto-recherche-ueberprueft-krebsgefahr-auf-kunstrasen,krebsgefahr-kunstrasen-100.html

Im Sinne der Gesundheit der Sportler und insbesondere der vielen Kinder und Jugendliche, die bei uns Fußball spielen, wurde ich gebeten, diese Thematik auf jeden Fall frühzeitig zu klären. Natürlich war ich überzeugt davon, dass die Stadt Frankfurt niemals die Verwendung von Materialien erlauben würde, von denen eine Gesundheitsgefährdung ausgehen könnte. Dennoch setze ich mich unverzüglich mit dem Grünflächenamt in Verbindung, das für die Planung und den Bau des Kunstrasenplatzes hauptverantwortlich ist. Dort waren meine Fragen überhaupt keine Überraschung und ich bekam unverzüglich folgende Antworten:

1. Auf Frankfurter Kunstrasenplätzen wird seit 15 Jahren ausschließlich neues Gummigranulat verwendet, d.h. es besteht nicht aus alten Gummireifen und enthält daher auch keine Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe („PAK“).

2. Selbstverständlich wird auch der Kunstrasenplatz in Nieder-Erlenbach mit hochwertigem Granulat verfüllt werden, der bis zum dreifachen des „Billig“-Granulats kostet.

Die beiden Aussagen habe ich über die Abteilungsleiter Fußball und Jugendfußball sofort weiterkommunizieren lassen und seitdem hat es auch keine Rückfragen mehr gegeben.  

Sollte dennoch jemand unverändert verunsichert sein, bin ich gerne bereit jede diesbezügliche Frage aufzunehmen und beim Grünflächenamt zu adressieren. Eine E-Mail an: vorstand@tsg1888.de genügt. 

Mit freundlichen & sportlichen Grüßen

Euer Vorsitzender 

Christoph Kratzer

Bericht 5 / 18.04.2017 - Ein wenig Statistik

In den vergangenen 12 Jahren hat das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt insgesamt geplant und gebaut:

  • 33 Kunstrasengroßspielfelder mit Quarzsand-Gummigranulat-Verfüllung
  • 4 Kunstrasengroßspielfelder mit einem Vollkunststoffrasen ohne Verfüllung (für z.B. Hockey)
  • 4 Kunstrasenkleinspielfelder mit Quarzsand-Gummigranulat-Verfüllung
  • 17 Kunstrasenminispielfelder (die mit der Bande) mit Quarzsand-Gummigranulat-Verfüllung

Das sind auf 35 Sportanlagen insgesamt 58 Spielfelder mit einer Gesamtfläche von rd. 262.000 qm.

Bis heute wurden alle Spielfelder wie ursprünglich geplant gebaut. Dabei kam es weder zu nennenswerten Verspätungen im Zeitplan, noch zu erwähnenswerten Kostenüberschreitungen.

Ich denke, dass dies eindrucksvoll die Erfahrung und Kompetenz des Grünflächenamts unserer Stadt bestätigt. Deshalb gehe ich fest davon aus, dass auch der KRP in Nieder-Erlenbach spätestens Anfang Oktober bespielbar sein wird, wenn nicht sogar schon früher, je nach Wetterlage und Logistik. Außerdem bin ich mir sicher, dass der neue KRP unsere Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen auch deutlich übertreffen wird.

Lassen wir uns überraschen!

Mit freundlichen & sportlichen Grüßen

Euer Vorsitzender 

Bericht 4 / 15.04.2017 - Verabschiedung vom Hartplatz mit einem grossen Osterfeuer

Unser ehemaliger Spieler, Platzwart und heute noch Mitglied des Spielerausschusses Andreas Lampert (auch Andy oder Hambo genannt), hatte die Idee, sich vom Hartplatz mit einem großen Osterfeuer gebührend zu verabschieden. Schließlich hat er, so wie viele andere Fußballer auch, viele schöne und auch schmerzhafte Erinnerungen an den Hartplatz auf unserer „Insel“. Jeder Fußballer und vor allem jeder Torwart weiß, was ich damit meine. So ließen wir von Doris Michel einen Flyer mit einem Feuer auf unserem Hartplatz gestalten, den wir bereits Ende März an alle Gremienmitglieder der TSG auf elektronischem Wege verteilten. Die leiteten den Flyer dann an ihre aktiven und passiven Mitglieder weiter, die daraufhin andere, vor allem auch ehemalige Spieler ansprechen und einladen sollten. Das hat offensichtlich super funktioniert.

Auch den Ortsbeirat, die Kirchgemeinden, die Feuerwehr und die anderen Nieder-Erlenbacher Vereine luden wir ein und machten uns an die Vorbereitungen unserer kleinen Abschiedsfeier. Wieviel Leute kommen würden, war eine gute Frage, die nicht nur vom Wetter abhängig war. Und so staunten wir nicht schlecht, als wir über 250 Leute zählen konnten, die zu Fuß, mit den Fahrrädern oder mit dem Auto den Weg auf die „Insel“ gefunden hatten.

Pünktlich um 20.00 Uhr entzündete Hambo dann das Feuer, das schon wenige Minuten später lichterloh brannte. Schnell wurde es dann auch dunkel und die vielen TSG-ler, Mitglieder des Ortsbeirats und Vertreter anderer Vereine genossen sichtlich die Atmosphäre bei gekühlten Getränken sowie Salaten und Grillwürstchen, die bis auf die letzte Wurst verzehrt wurden.

Eine rundum gelungene Abschiedsfeier, wie ich finde, die in Erinnerung bleibt und sicherlich auch dazu beiträgt, den Hartplatz, der schon bald Geschichte sein wird, nicht zu vergessen. 

Nicht nur an Hambo, sondern allen Helferinnen und Helfern am Morgen bei den Vorbereitungen und am Abend hinter der Theke und dem Grill, ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung.  

Und zum Schluss noch ein Bild mit dem echten Feuer am heutigen Ostersamstag auf unserem alten Hartplatz. Er möge nicht nur den Fußballern in guter Erinnerung bleiben. Weitere Bilder findet ihr hier.

In diesem Sinne noch ein schönes Osterfest, angenehme und geruhsame Feiertage sowie

freundliche & sportliche Grüße

Euer Vorsitzender 

Christoph Kratzer

 

Bericht 3 / 13.04.2017

Sehr viele Arbeiten, die aufwendig sind und viele Kosten verursachen, spielen sich am Anfang und „Untertage“ ab, wie z.B. die aktuellen Kanalarbeiten. Diese sind später alle nicht mehr sichtbar, ähnlich der Vereinsheimsanierung in 2014/2015, wo viele Rohre ausgetauscht, neue Stromleitungen verlegt und neue Decken und auch Wände eingezogen werden mussten.

Nach den Kanalarbeiten beginnt die Räumung und Entsorgung der Ausstattungen der nicht mehr benötigten Flächenbefestigungen und Flutlichtmasten. Danach beginnen die Erdarbeiten sowie die Verlegung der Leitungen für die Ent- und Bewässerung sowie die Beleuchtungsanlage nebst Fundamentierung für die Lichtmasten.

Sobald alle Leitungen und Anschlüsse hergestellt, die Gräben verfüllt sind und die Lichtmasten stehen, beginnen die Arbeiten zur Herstellung der Tragschichten für die Spielfelder und Wege sowie das Aufstellen der Pfosten für die Ballfangzäune und die Barrieren. Danach werden die Spielfeld- und Wegeeinfassungen verlegt.

Alle eingebauten Schichten werden geprüft und untersucht. Erst nach der entsprechenden Freigabe durch das Grünflächenamt kann weitergearbeitet werden. Falls es Mängel, gibt muss die Baufirma unverzüglich nachbessern, was aber aufgrund der Erfahrungen mit der Sportstättenbaufirma Heus nicht zu erwarten ist. Dennoch ist zusätzliche Zeit in den 180 Tagen bereits einkalkuliert. Sicher ist sicher! 

Nach Fertigstellung der sogenannten ungebunden Tragschicht (= Schotter) erfolgt der Einbau der elastischen Tragschicht. Das ist die Schicht, die vermeiden soll, dass Spieler Gelenkschmerzen bekommen. Diese Schicht besteht aus mit Polyurethan (= Uhu) gebunden Gummigranulat. Auf die Schicht kommt danach schon der Kunstrasen, der Bahn für Bahn miteinander verklebt wird. Sobald dies erfolgt ist, kann mit Quarzsand und neuem Gummigranulat die Fläche verfüllt werden.

Parallel dazu erfolgen das Einlegen der Spielfeldlinien und das Setzen der Bodenhülsen für die Fußballtore sowie weitere Arbeiten wir Verlegung von Betonsteinpflaster, Befestigung von Gittermatten an den Ballfangzäunen, das Aufstellen der Spielfeldbanden für die Minifelder und einiges mehr.

Erst am Ende des Tages werden wir dann wissen, wie lange alles gedauert hat. Wie gesagt, ich persönlich gehe von 180 Tagen aus und vermeide jegliche Spekulation darüber, ob es letztendlich 130 Tage oder auch nur 120 Tage dauert, da diese von vielen Faktoren (u.a. dem Wetter) abhängig ist. Des Weiteren stuft das Grünflächenamt unsere Baumaßnahme aufgrund der besonderen Lage und der Anforderungen als schwierig ein, so dass ein Zeitpuffer geboten ist.   

Mit freundlichen & sportlichen Grüßen

Euer Vorsitzender 

Bericht 2 / 12.04.2017

Die Projektplanung für den KRP in Nieder-Erlenbach

Bevor ein Kunstrasenplatz gebaut werden kann, müssen viele Ämter und Behörden involviert werden. Das beansprucht verständlicherweise Zeit und bedarf vieler Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse. An unserem KRP waren u. a. beteiligt:

  • das Grünflächenamt (= Bereich Planung und Bau von Sportfreianlagen), das die Planungshoheit für das „Kunstrasenprojekt in Nieder-Erlenbach“ hat,
  • das Sportamt, dass die Auftragsvergabe erteilt und bei solchen Projekten auch für die Vorbereitung der Beschlussvorlagen sowie den kaufmännischen Bereich zuständig ist,
  • das Revisionsamt, das die Planung und die Kosten prüft, bevor die städtischen Gremien das Projekt letztendlich beschließen,
  • die Stadtkämmerei, die die Finanzmittel für eine so große Investition natürlich frühzeitig freigeben muss,
  • die Untere Naturschutzbehörde, die bei Projekten im Landschaftsschutzgebiet für die landschaftsschutzrechtliche Genehmigung verantwortlich ist,
  • die Bauaufsicht der Stadt Frankfurt, die den vorgelegten Bauantrag prüft und anschließend genehmigen muss,
  • sowie andere Ämter und Behörden, wie z. B. das Regierungspräsidium.

Zuerst erfolgte die Grundlagenermittlung mit der exakten Geländeaufnahme (Höhen- und Lagemessung) durch das Stadtvermessungsamt. Parallel hierzu wurde eine Baugrunduntersuchung durchgeführt, mit der ein externes Baugrundinstitut beauftragt wurde. Die Ergebnisse gaben Aufschluss über die chemische und bodenphysikalische Beschaffenheit des Baugrundes.

Hinweise: Je nach Beschaffenheit der Bausubstanz werden vorhandene Tragschichten belassen und verbessert und dienen dann als Grundlage für den weiteren Schichtenaufbau. Wo notwendig müssen auch aufgrund chemischer Verunreinigungen oder ungünstigen bodenphysikalischen Eigenschaften Bodenmassen ausgebaut und entsorgt werden. Das ist oft die Ursache dafür, dass die Projektkosten teilwiese erheblich voneinander abweichen.

Parallel erfolgte über das Regierungspräsidium eine Anfrage beim Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen, ob auf der zu bearbeitenden Fläche ein Kampfmittelverdacht besteht. Bei uns in Nieder-Erlenbach bestand laut Regierungspräsidium zum Glück der Verdacht nicht.

Die Planungsphase (= Ideenentwicklung, Vorentwurf, Entwurf und Kostenschätzung) erfolgte im Grünflächenamt relativ schnell, d.h. innerhalb von 4 Wochen. Danach begannen die Abstimmungen mit dem Sportamt, den zu beteiligenden Ämtern und natürlich auch mit uns, der TSG, als betroffener Verein. All das zusammen dauerte fast ein Jahr, da unsere Anlage im Landschaftsschutzgebiet liegt und diverse Auflagen gemacht wurde, die zu Änderungen in der Planung oder weitere Gutachten verursachten. Parallel dazu wurden die weiteren Detailplanungen an ein Planungsbüro übergeben. Dennoch behielt das Grünflächenamt unverändert die Projektleitung und die Projektsteuerung.

Als dann die Genehmigungen und der Stadtverordnetenbeschluss über die Mittelverfügbarkeit vorlagen, erarbeitete das Grünflächenamt das Leistungsverzeichnis, mit dem dann die öffentliche Ausschreibung erfolgte. Nach Eingang der Angebote nahm das Grünflächenamt die technische und wirtschaftliche Prüfung der eingegangenen Angebote vor und erarbeite dann einen Vergabevorschlag der an die Geschäftsstelle der Magistratsvergabekommission zur Beschlussfassung weitergeleitet wurde.

Von der Fertigstellung des Leistungsverzeichnisses und der Veröffentlichung der Bauleistung bis hin zur Vergabe und Beauftragung der Bauleistung vergingen ungefähr 3 Monate. Danach begannen am 10.04.2017 sofort die Bauarbeiten auf unserer „Insel“.  

Ich hoffe, dass nun nachvollziehbar und verständlich ist, warum der ursprünglich bereits für 2016 geplante Baubeginn auf 04/2017 verschoben wurde.  

In diesem Sinne lasst uns jetzt auf einen reibungslosen Verlauf der Arbeiten hoffen!

Mit freundlichen & sportlichen Grüßen

Euer Vorsitzender

Bericht 1 / 11.04.2017

Kunstrasenplatz in Nieder-Erlenbach: „Es geht endlich los!“

Der TSG wurde aus verschiedenen Quellen mitgeteilt, dass die ersten Bauarbeiten für den Kunstrasenplatz („KRP“) am 10.04.2017 beginnen würden. So machten sich Klaus Kuhaupt und ich uns auf den Weg zur Sportanlage „Insel“, in der Hoffnung, dass die Informationen der Wahrheit entsprechen. Und wir staunten nicht schlecht, als wir Frau König vom Hochbauamt der Stadt Frankfurt, Herrn Breideband vom Sportamt der Stadt Frankfurt sowie Mitarbeiter der Baufirma Karl Fey, die für die Kanalarbeiten verantwortlich sind, auf dem Parkplatz antrafen. Zeitgleich kam auch ein Sattelschlepper angefahren, auf dem ein großer Bagger angeliefert wurde. Weitere Maschinen rollten an und wir waren uns endlich sicher: „Jetzt geht es mit dem KRP tatsächlich los!“. 

Mitarbeiter des Sportamts bauten sofort ein Bauschloss in das Einfahrtstor ein und verteilten die Schlüssel an die Baufirma und uns. Danach wurden die Tore auf dem Hartplatz verladen und zum Rasenplatz transportiert, um freies Feld für die Kanalarbeiten zu schaffen. Dann wurden die Arbeiten unter der Leitung von Frau König besprochen und die Kontaktdetails aller beteiligten Personen ausgetauscht. Kurz darauf waren auch schon die ersten Löcher vor dem Bachufer und am Spielfeldende ausgegraben, um das Gefälle für das zu erneuernde Kanalrohr berechnen zu können. Dieses hat übrigens einen Durchmesser von 50cm und besteht aus Beton, im Gegensatz zum alten Steinzeugrohr mit einem Durchmesser von 45cm. 

Am nächsten Tag, am 11.04.2017, trafen sich mehrere Vertreter der TSG mit Herrn Anthes (Grünflächenamt und Planungsbehörde für den KRP), Frau König (Hochbauamt der Stadt Frankfurt), Herrn Erler(Landschaftsarchitekt und Planer des KRPs), Herrn Zei (Firma Heus Sportstättenbau) sowie Herrn Breideband (Sportamt) erneut auf der Insel, um die Bauarbeiten für den KRP zu besprechen. Daneben konnten wir zuschauen, wie die ersten Rohre vom Ablaufschacht aus passgenau verlegt wurden. Eine interessante Situation, als 3 Herren arbeiteten und 10 Personen dabei zuschauten. 

In den nächsten Tagen wird pro Stunde ungefähr ein 3m langes Rohrstück verlegt, so dass die Arbeiter pro Tag rd. 24-30m schaffen. Hält sich das Wetter und bleibt es trocken, dürften die Kanalbauarbeiten vielleicht schon Ende nächster Woche, vermutlich aber in der letzten Aprilwoche abgeschlossen werden. Am 02. Mai geht es dann mit den nächsten Vorbereitungsmaßnahmen für den Bau des KRPs weiter.

Bei allen Arbeiten ist jeder herzlich willkommen vorbeizuschauen und sich selbst einen Eindruck vom Baufortschritt zu verschaffen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass aus Sicherheitsgründen die Baustelle nicht betreten werden darf. Daher bitte immer Abstand halten und vor allem die Kinder im Blickfeld haben! Na dann vielleicht bis demnächst auf der Insel!

Mit freundlichen & sportlichen Grüßen

Euer Vorsitzender